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Vermögensteuerrichtlinien (VStR) » Einführung » A. Vermögensbewertung » B. Vermögensteuer » 125b. Zusammenveranlagung mit Kindern über 18 Jahren in der



Berufsausbildung und im freiwilligen sozialen Jahr

(1) Kinder (§ 6 Abs. 2 Satz 2 VStG), die das 18., aber noch
nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben, werden auf gemeinsamen
Antrag der Beteiligten mit ihren verheirateten und nicht dauernd
getrennt lebenden Eltern zusammen veranlagt, wenn die folgenden
Voraussetzungen sämtlich erfüllt sind:
1. Alle Antragsteller sind unbeschränkt steuerpflichtig.
2. Das Kind ist unverheiratet oder lebt von seinem Ehegatten dauernd getrennt.
3. Das Kind gehört zum Haushalt der Eltern (vgl. Abschnitt 125a).
4. Das Kind befindet sich noch in der Berufsausbildung oder leistet den gesetzlichen Grundwehrdienst oder Zivildienst, durch den Berufsausbildung unterbrochen wird (vgl. Absätze 3 und 4), oder ein freiwilliges soziales Jahr ab (vgl. Absatz 5). Für die Auslegung des Begriffs "Berufsausbildung" gilt Abschnitt 180 EStR.
5. Das Kind kann mangels Ausbildungsplatzes eine Berufsausbildung nicht beginnen oder fortsetzen. Die Bestimmungen des Abschnitts 180a gelten entsprechend.

(2) Werden die Eltern nicht zusammen veranlagt, so kann die
Zusammenveranlagung des Kindes mit dem Elternteil beantragt
werden, zu dessen Haushalt es gehört. Absatz 1 gilt entsprechend.

(3) Der gesetzliche Grundwehrdienst im Sinne des § 5 des
Wehrpflichtgesetzes i.d.F. der Bekanntmachung vom 13.6.1986
(BGBl. I S. 879) ist für die Dauer von 15 Monaten auf Grund der
allgemeinen Wehrpflicht zu leisten. Der gesetzliche Zivildienst
ist von anerkannten Kriegsdienstverweigerern nach dem
Zivildienstgesetz i.d.F. der Bekanntmachung vom 31.7.1986 (BGBl. I
S. 1205) für die Dauer von 20 Monaten zu leisten. Wehrdienst,
Dienst im Vollzugsdienst des Bundesgrenzschutzes und im sonstigen
Vollzugsdienst der Polizei (§ 42 des Wehrpflichtgesetzes), Dienst
als Helfer im Zivilschutz oder Katastrophenschutz (§ 13a des
Wehrpflichtgesetzes) oder Entwicklungsdienst (§ 13b des
Wehrpflichtgesetzes), der auf Grund freiwilliger Verpflichtung
geleistet und auf den Grundwehrdienst angerechnet wird, begründet
kein Recht auf Einbeziehung in die Zusammenveranlagung.

(4) Die Berufsausbildung ist abgeschlossen, wenn das Kind einen
Ausbildungsstand erreicht hat, der es zu einer Berufsausübung
befähigt. Hierzu vgl. Abschnitt 180 Abs. 2 EStR. Nur solange sie
danach noch nicht abgeschlossen ist, wird sie durch die
Einberufung zum Grundwehrdienst oder Zivildienst unterbrochen.
Dies ist auch dann der Fall, wenn das Kind vor seiner Einberufung
zwar einen Ausbildungsabschnitt, der für sich betrachtet den
Abschluß von einer Berufsausbildung bedeuten kann, beendet hat,
aber nach Ableistung des Grundwehrdienstes oder Zivildienstes eine
an die bisherige Berufsausbildung anknüpfende weitere Ausbildung
für einen gehobenen oder auch andersartigen Beruf aufzunehmen
gedenkt (BFH-Urteil vom 4.12.1969, BStBl 1970 II S. 450). Das
gilt auch dann, wenn Vorstellungen über Art und Umfang der
weiteren Ausbildung fortgesetzt werden soll. Die zeitlich
begrenzte Ausübung einer Berufstätigkeit nach Ableistung des
Grundwehrdienstes oder Zivildienstes steht der Annahme einer
Unterbrechung der Berufsausbildung nicht entgegen, wenn diese die
Voraussetzung für das vom Kind gewählte Berufsziel ist (BFH-Urteil
vom 26.2.1971, BStBl II S. 422). Dagegen liegt keine
Unterbrechung der Berufsausbildung vor, wenn das Kind von
vornherein beabsichtigt, nach Ableistung des Grundwehrdienstes
oder Zivildienstes in dem erlernten Beruf tätig zu werden und erst
später nach einer noch unbestimmten Zeit eine aufbauende weitere
Berufsausbildung aufzunehmen.

(5) Das freiwillige soziale Jahr ist nach dem Gesetz zur
Förderung eines freiwilligen sozialen Jahres vom 17.8.1964
(BGBl. I S. 640, BStBl I S. 534). zuletzt geändert durch das
Zweite Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Förderung eines
freiwilligen sozialen Jahres vom 18.12.1975 (BGBl. I S. 3155,
BStBl 1976 I S. 67) abzuleisten. Hierzu vgl. auch Abschnitt 180c
EStR.

(6) Die Vollendung des 27. Lebensjahrs steht der
Zusammenveranlagung nicht entgegen, wenn der Abschluß der
Berufsausbildung durch Umstände verzögert worden ist, die keiner
der Antragsteller zu vertreten hat. Als ein solcher Umstand ist
stets die Ableistung des gesetzlichen Grundwehrdienstes oder
Zivildienstes (Absatz 3 Satz 1 und 2), das Fehlen eines
Studienplatzes sowie der berufsbedingte Wohnortwechsel des
Steuerpflichtigen anzusehen. Die Anrechnung eines freiwillig
geleisteten Dienstes im Sinne des Absatzes 3 Satz 3 auf den
Grundwehrdienst wird nur bis zur Dauer von 15 Monaten als ein
solcher Umstand anerkannt. Zu der Fragen, welche Umstände die
Antragsteller im übrigen zu vertreten haben, vgl. BFH-Urteil vom
7.5.1971, BStBl II S. 696.

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