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Vermögensteuerrichtlinien (VStR) » Einführung » A. Vermögensbewertung » III. Sonstiges Vermögen, Gesamtvermögen und Inlandsvermögen » 78. Ermittlung des Ertragshundertsatzes




(1) Bei der Anteilsbewertung kommt es auf den voraussichtlichen
künftigen Jahresertrag an. Für die Schätzung dieses Jahresertrags
bietet der bisherige tatsächlich erzielte Durchschnittsertrag eine
wichtige Beurteilungsgrundlage. Er ist deshalb möglichst aus den
Betriebsergebnissen der letzten drei Jahre vor dem Stichtag
herzuleiten. Auszugehen ist dabei vom jeweiligen zu versteuernden
Einkommen nach §§ 7 und 8 KStG. Das sich ergebende Einkommen ist
noch wie folgt zu korrigieren:
1. Hinzuzurechnen sind
a) Sonderabschreibungen oder erhöhte Absetzungen, Bewertungsabschläge, Zuführungen zu steuerfreien Rücklagen sowie Teilwertabschreibungen. Es sind nur die normalen Absetzungen für Abnutzung zu berücksichtigen. Diese sind nach den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und der gesamten Nutzungsdauer zu bemessen. Das gilt auch, wenn für die Absetzungen in der Steuerbilanz vom Restwert auszugehen ist, der nach Inanspruchnahme der Sonderabschreibungen oder erhöhten Absetzungen verblieben ist;
b) ein Verlustabzug (Verlustrücktrag oder Verlustvortrag), auch wenn er in einem Jahr außerhalb des für die Ermittlung des Durchschnittsertrags maßgebenden Zeitraums entstanden ist;
c) einmalige Veräußerungsverluste;
d) steuerfreie Vermögensmehrungen;
e) Investitionszulagen, soweit in Zukunft mit weiteren zulagebegünstigten Investitionen in gleichem Umfang gerechnet werden kann;
f) einmalige Zuführungen zu den Jubiläumsrückstellungen, soweit sie Jahre außerhalb des für die Ermittlung des Durchschnittsertrags maßgebenden Zeitraums betreffen.
2. Abzuziehen sind
a) einmalige Veräußerungsgewinne sowie gewinnerhöhende Auflösungsbeträge steuerfreier Rücklagen - einschließlich Beträge aus der Auflösung von Jubiläumsrückstellungen -;
b) die Vermögensteuer mit dem veranlagten Jahresbetrag;
c) die übrigen nichtabziehbaren Ausgaben mit Ausnahme der Körperschaftsteuer, Aufsichtsratsvergütungen sind zur Hälfte abzuziehen;
d) die Tarifbelastung auf die nichtabziehbaren Ausgaben im Sinne der Buchstaben b) und c) in Höhe von 100 v.H.
Der Jahresertrag ist für jeden Veranlagungszeitraum gesondert zu
berechnen.

(2) Vom Jahresertrag nach Absatz 1 kann ein Abschlag bis zu
30 v.H. bei Kapitalgesellschaften gemacht werden, bei denen ohne
Einsatz eines größeren Betriebskapitals (BFH-Urteil vom 6.4.1962,
BStBl III S. 253) der Ertrag ausschließlich und unmittelbar von der persönlichen Tätigkeit des Gesellschafter-Geschäftsführers
abhängig ist, ohne daß dies bereits durch ein entsprechendes
Entgelt abgegolten wird. In Betracht kommen die Gesellschaften
von Angehörigen freier Berufe (z.B. Steuerberater und
Wirtschaftsprüfer) sowie bestimmter selbständiger
Gewerbetreibender (z.B. Handelsvertreter, Makler oder
Unternehmensberater).

(3) Zur Abgeltung aller Unwägbarkeiten ist von dem errechneten
Durchschnittsertrag noch ein Abschlag von 30 v.H. zu machen.

(4) Der verbleibende Durchschnittsertrag ist wie bei der
Dividendenberechnung mit dem Nennkapital der Gesellschaft zu
vergleichen. Der sich ergebende Hundertsatz ist der
Ertragshundertsatz, der für die weiteren Berechnungen maßgebend
ist.
Beispiel:
Betriebsergebnis einschließlich der Zu- und Abrechnungen
für 1986 8.000 DM
für 1987 12.000 DM
für 1988 10.000 DM
---------
30.000 DM
Durchschnittsertrag (Ertragsaussichten) 10.000 DM
abzüglich 30 v.H. von 10.000 DM = % 3.000 DM
-----------
verbleibender Durchschnittsertrag 7.000 DM
Nennkapital =100.000 DM
Ertragshundertsatz = 7000 = 0,07 = 7 v.H.
------
100000
Ergibt sich als Durchschnittsertrag ein Verlust, so ist von
0 v.H. als Ertragshundertsatz auszugehen.

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