Gesetzestexte online Logo
Auch heute wünschen wir Ihnen wieder Die Gesetzestexte online sind noch im Testbetrieb. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass einzelne Texte fehlerhaft oder nicht auf dem neuesten Stand sein könnten. Wie immer freuen wir uns dennoch über jede
Wenn Ihnen unsere Seiten gefallen - empfehlen Sie uns doch weiter an Ihre Freunde!
Haupt-Übersicht alle Gesetze | Nur Index-dies-Gesetz | In Gesetzestexten suchen
ICA Sites »   Übersicht :: WeltChronik :: SkateGuide :: Jigsaw Puzzles
 Hier sind Sie jetzt:
 ICA
 » gesetze.2me.net
 »» Gesetzestexte
 »» Einzelgesetz
Ihre an uns
Empfiehl uns weiter
ICA-D | Impressum


Werbung

Suchfunktionen ::: nach oben ::: nach ganz oben

Vermögensteuerrichtlinien (VStR) » Einführung » A. Vermögensbewertung » II. Einheitsbewertung des Betriebsvermögens » 54. Auslandsvermögen




(1) Die Bewertung ausländischen Betriebsvermögens ist nur
durchzuführen, wenn dies steuerlich von Bedeutung ist. Eine
steuerliche Erfassung unterbleibt, wenn das ausländische
Betriebsvermögen nach einem Doppelbesteuerungsabkommen nicht zur
deutschen Vermögensteuer heranzuziehen ist.

(2) Erstreckt sich die wirtschaftliche Einheit eines
Gewerbebetriebs ausschließlich auf das Ausland, so ist für die
Bewertung dieses Betriebs der gemeine Wert maßgebend (§ 31 BewG).
Ein besonderer Einheitswert ist nicht festzustellen. Die
Bewertung ist vielmehr im Rahmen der Vermögensteuerveranlagung
durchzuführen. Änderungen im Wert der wirtschaftlichen Einheit
des ausländischen Betriebsvermögens können infolgedessen auch nur
bei der Vermögensteuerveranlagung nach § 16 VStG berücksichtigt
werden.

(3) Erstreckt sich die wirtschaftliche Einheit eines
Gewerbebetriebs sowohl auf das Inland als auch auf das Ausland, so
sind in den Fällen der unbeschränkten Vermögensteuerpflicht zwei
Einheitswerte festzustellen, und zwar einer für die gesamte
wirtschaftliche Einheit für Zwecke der Vermögensteuer nach § 19
Abs. 2 BewG und einer für den inländischen Teil für Zwecke der
Gewerbesteuer nach § 19 Abs. 1 und 2 BewG. Die ausländischen
Teile des Betriebsvermögens sind mit dem gemeinen Wert zu
bewerten, und zwar auch, soweit es sich um Grundbesitz handelt
(§ 31 Abs. 1 Satz 2 BewG). Die inländischen Teile werden nach den
Vorschriften des Zweiten Teils des Bewertungsgesetzes (§§ 33 bis
109 BewG) bewertet (§ 32 Satz 2 BewG).

(4) Bei der Ermittlung des Einheitswerts der inländischen Teile
des Betriebsvermögens kann sowohl die indirekte als auch die
direkte Wertermittlungsmethode angewendet werden. Bei der
indirekten Wertermittlungsmethode ist zunächst das gesamte sich im
Inland und Ausland befindende Betriebsvermögen unter
Berücksichtigung der mit diesem Gesamtbetriebsvermögen in
wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Schulden und Lasten zu
ermitteln. Der sich für das Gesamtbetriebsvermögen ergebende Wert
ist in einem inländischen Teil und in einem ausländischen Teil zu
zerlegen. Zur Frage, welche Wirtschaftsgüter einer inländischen
Betriebsstätte zugeordnet werden können, vgl. BFH-Urteil vom
1.4.1987 (BStBl II S. 550). Als Maßstab für die Aufteilung kann
das Verhältnis der Umsätze oder der verarbeiteten Rohstoffe, der
Betrag der gezahlten Gehälter und Löhne, die Höhe der Einnahmen
oder der Wert des Anlagevermögens dienen (RFH-Urteil vom
19.4.1934, RStBl S. 738). Bei Versicherungsunternehmen kann das
Verhältnis der inländischen Prämieneinnahmen zu den
Gesamtprämieneinnahmen den Maßstab für die Aufteilung bieten
(RFH-Urteile vom 6.10.1930, RStBl 1931 S. 793, und vom 4.12.1930,
RStBl 1931 S. 187). Bei der direkten Wertermittlungsmethode sind
die inländischen und ausländischen Teile des Unternehmens so zu
bewerten, als wären sie jeweils selbständige Gewerbebetriebe. Es
können deshalb für Lieferungen und Leistungen, die von der
Hauptniederlassung an die Betriebsstätte erbracht werden,
angemessene Verrechnungspreise bei der Hauptniederlassung als
Forderung und bei der Betriebsstätte als Schuldposten zu
berücksichtigen sein (BFH-Urteil vom 21.1.1972, BStBl II S. 374).
In der Regel ist von der direkten Wertermittlungsmethode
auszugehen.

(5) In den Fällen der beschränkten Vermögensteuerpflicht ist
lediglich für das inländische Betriebsvermögen ein Einheitswert
festzustellen (§ 121 Abs. 3 Satz 1 in Verbindung mit § 114 Abs. 2
und 3 BewG und § 19 Abs. 1 BewG). Für die Ermittlung des
inländischen Betriebsvermögens gilt Absatz 4 entsprechend.

«-- rückwärts blättern | Index wählen | vorwärts blättern --»



© 2002 ff by ICA-D, D-76751 Jockgrim, Germany
Verantwortlich im Sinne des Presse- und Multimedia-Rechts: Dipl.-Ing. Rainer Detering, Waidweg 18, 76189 Karlsruhe