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Vermögensteuerrichtlinien (VStR) » Einführung » A. Vermögensbewertung » II. Einheitsbewertung des Betriebsvermögens » 52. Ermittlung des Teilwerts für das bewegliche Anlagevermögen




(1) Für die Wirtschaftsgüter des beweglichen Anlagevermögens
sind als Wiederbeschaffungskosten die mutmaßlichen Anschaffungs-
oder Herstellungskosten vom Bewertungsstichtag zu ermitteln. Bei
der Ermittlung der Herstellungskosten ist Abschnitt 52a
entsprechend anzuwenden. Dabei kann von den tatsächlichen
Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die
Absetzungen für Abnutzung, ausgegangen werden. Ertragsteuerlich
zulässige Sonderabschreibungen, z.B. nach den §§ 76 bis 82 f
EStDV, über die normale Abschreibung hinausgehende erhöhte
Absetzungen, z.B. nach § 7a EStG, sowie der Abzug übertragener
stiller Reserven, z.B. nach den §§ 6b und 6c EStG, sind nicht zu
übernehmen. Ist bei der Steuerbilanz eine andere als die lineare
Absetzungsmethode angewendet worden, so kann für die Ermittlung
der Wiederbeschaffungskosten eine niedrigere Absetzung zu
berücksichtigen sein.

(2) Bei Wirtschaftsgütern, die innerhalb der letzten drei Jahre
vor dem Bewertungsstichtag angeschafft oder hergestellt worden
sind, können bei der Ermittlung der Wiederbeschaffungskosten
Preisveränderungen gegenüber den tatsächlichen Anschaffungs- oder
Herstellungskosten unberücksichtigt bleiben. Bei
Wirtschaftsgütern, die nicht innerhalb der letzten drei Jahre vor
dem Bewertungsstichtag angeschafft oder hergestellt worden sind,
kann es notwendig sein, Preisveränderungen gegenüber den
tatsächlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder gegenüber
dem Neuwert (Ausgangswert im Sinne des § 18 DMBG oder des § 12
DMBG Saar) zu berücksichtigen. Bei der Bemessung der Höhe des
Zuschlags oder des Abschlags sind die Preisentwicklung der
jeweiligen Waren- oder Industriegütergruppe, der zeitliche Abstand
zwischen der Anschaffung oder Herstellung der Wirtschaftsgüter und
dem Bewertungsstichtag sowie eine technische oder wirtschaftliche
Überalterung zu berücksichtigen.

(3) Für die im Betrieb noch genutzten Wirtschaftsgüter ist in
jedem Fall ein angemessener Restwert anzusetzen. Als angemessene
Restwerte sind in der Regel anzusetzen
1. bei Wirtschaftsgütern, die innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren vor dem jeweiligen Hauptfeststellungszeitpunkt angeschafft oder hergestellt worden sind, 30 v.H. und
2. bei Wirtschaftsgütern, die nicht unter Nummer 1 fallen, 15 v.H.
der tatsächlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder des
Neuwerts (Ausgangswert im Sinne des § 18 DMBG oder des § 12 DMBG
Saar). Ein niedrigerer Restwert wird mit Rücksicht darauf, daß
für die Restwertermittlung von den tatsächlichen Anschaffungs-
oder Herstellungskosten auszugehen ist, nur in Ausnahmefällen in
Betracht kommen.

(4) Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder
Herstellungskosten im Jahr der Anschaffung oder Herstellung nach§ 6 Abs. 2 EStG als Betriebsausgabe abgesetzt wurden, sind mit
einem angemessenen Restwert anzusetzen. Dabei sind auch
diejenigen geringwertiges Wirtschaftsgüter mitzuerfassen, die nach
Abschnitt 31 Abs. 3 EStR nicht in das Bestandsverzeichnis
aufgenommen zu werden brauchen. In der Regel kann davon
ausgegangen werden, daß die durchschnittliche Nutzungsdauer des
Gesamtbestands an geringwertigen Wirtschaftsgütern eines Betriebs
fünf Jahre beträgt. In diesem Fall können als Restwert 40 v.H.
der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der in den letzten fünf
Jahren insgesamt angeschafften oder hergestellten geringwertigen
Wirtschaftsgüter angesetzt werden. Hierbei können aus
Vereinfachungsgründen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten im
Sinne des § 6 Abs. 2 EStG auch für die Vermögensaufstellung
zugrunde gelegt werden.

(5) Der Nachweis, daß am Bewertungsstichtag andere als die nach
den Absätzen 1 bis 4 ermittelten Teilwerte gelten, bleibt jeweils
vorbehalten.

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