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Vermögensteuerrichtlinien (VStR) » Einführung » A. Vermögensbewertung » II. Einheitsbewertung des Betriebsvermögens » 50. Aufwendungen des Unternehmers auf gemietete oder gepachtete Grundstücke




(1) Ein Baukostenzuschuß, den der Mieter dem Vermieter gewährt
hat, kann als Ertragszuschuß oder als Kapitalzuschuß zu behandeln
sein. Im einzelnen gelten die Anweisungen in Abschnitt 49
entsprechend.

(2) Hat der Mieter an dem gemieteten Grundstück mit Rücksicht
auf seinen Betrieb bauliche Maßnahmen durchgeführt oder
durchführen lassen, die über den gewöhnlichen Erhaltungsaufwand
hinausgehen, so bildet der Aufwand ein bei ihm selbständig zu
bewertendes immaterielles Wirtschaftsgut, wenn seine Aufwendungen
weder ersetzt noch bei der Mietpreisgestaltung berücksichtigt
werden (BFH-Urteile vom 7.8.1970, BStBl II S. 842, vom 25.5.1984,
BStBl II S. 617, und vom 24.8.1984, BStBl 1985 II S. 40). Das
Wirtschaftsgut "Ein- oder Umbauaufwand" ist mit dem Teilwert vom
Stichtag anzusetzen. Dieser ist auf der Grundlage des
Kostenaufwands zu ermitteln, der dem Mieter für die Ein- und
Umbauten entstanden ist. Dieser Kostenaufwand ist nicht
beschränkt auf Herstellungskosten im Sinne des
Ertragssteuerrechts. Er umfaßt die Summe der Bauaufwendungen, die
mit der Erlangung des - längerfristigen - Gebrauchsvorteils
wirtschaftlich unmittelbar zusammenhängen. An den auf das Jahr
des Einbaus oder Umbaus folgenden Stichtagen ist als Teilwert der
um die jeweilige AfA gekürzte Kostenaufwand anzusetzen. Bei der
Bemessung der AfA ist grundsätzlich auf die Vertragsdauer des
Mietverhältnisses abzustellen. Ist die betriebsgewöhnliche
Nutzungsdauer kürzer oder fehlen vertragliche Vereinbarungen über
die Mietdauer, ist die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer maßgebend
(BFH-Urteil vom 24.8.1984, BStBl II S. 818). Ein Restwert in
entsprechender Anwendung des Abschnitts 52 Abs. 3 ist für diese
Ein- und Umbauten regelmäßig nicht anzusetzen. Umbauaufwendungen
einer Personengesellschaft auf ein vom Gesellschafter gepachtetes
Grundstück begründen dann kein immaterielles Wirtschaftsgut, wenn
das Grundstück als Betriebsgrundstück der Gesellschaft zu
behandeln ist (BFH-Urteil vom 18.6.1971, BStBl II S. 618). Die
Verpflichtung des Mieters, am Ende des Mietverhältnisses den
früheren Zustand wiederherstellen zu müssen, kann als abzugsfähige
Schuld zu berücksichtigen sein (vgl. Abschnitt 29 Abs. 4).

(3) Führen die Ein- oder Umbauten in den Fällen des Absatzes 2
zu einer Fortschreibung des Einheitswerts des Grundstücks, so ist
beim Vermieter eine zusätzliche Belastung zu berücksichtigen. Für
die Ermittlung der Höhe der Last ist als Jahreswert ein
Achtzehntel des Betrags zu berücksichtigen (§ 16 BewG), um den
sich der Einheitswert des Grundstücks infolge der
Wertfortschreibung erhöht hat. Im übrigen ist in diesen Fällen
wie bei einem Ertragszuschuß zu verfahren (vgl. Absatz 1).

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