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Vermögensteuerrichtlinien (VStR) » Einführung » A. Vermögensbewertung » II. Einheitsbewertung des Betriebsvermögens » 44. Bewertung von Forderungen und Schulden




(1) Unabhängig davon, welcher Wertansatz für eine
Kapitalforderung oder eine Kapitalschuld in Betracht kommt, ist
die Frage, ob eine bewertungsrechtliche Erfassung der Forderung
oder Schuld notwendig ist, stets nach den bewertungsrechtlichen
Vorschriften zu entscheiden. Lediglich bei Rückstellungen für
Preisnachlässe und für Wechselhaftungen kommt es für den
Wertansatz sowohl dem Grunde als der Höhe nach ausschließlich auf
die Behandlung bei der steuerlichen Gewinnermittlung an (vgl.
Abschnitt 29a).

(2) Kapitalforderungen sind, soweit es sich nicht um notierte
Wertpapiere handelt, mit dem Wert anzusetzen, der sich nach den
Grundsätzen über die steuerliche Gewinnermittlung ergibt. Dazu
gehören alle auf Geld gerichteten Forderungen, darunter auch
Darlehensforderungen nach § 7c EStG, nach den §§ 16 und 17
BerlinFG sowie Steuererstattungs- und
Steuervergünstigungsansprüche. Zur Bewertung der zum sonstigen
Vermögen gehörenden Kapitalforderungen vgl. Abschnitt 55.

(3) Bei der Bewertung von Kapitalforderungen sind
Wertberichtigungen in gleicher Höhe wie in der Steuerbilanz zu
berücksichtigen (§ 103a, § 109 Abs. 4 BewG). Dabei ist es ohne
Bedeutung, ob die Wertberichtigung in der Steuerbilanz unmittelbar
bei dem Forderungsbetrag oder durch Aufnahme eines Passivpostens
vorgenommen worden ist. Die Wertberichtigung ist allerdings in
der Vermögensaufstellung unmittelbar beim Wertansatz der
Kapitalforderung zu berücksichtigen (vgl. Abschnitt 28 Abs. 5).
Ein Disagio kann nicht berücksichtigt werden.

(4) Bei Gewerbebetrieben und selbständig Tätigen, die ihren
Gewinn nach § 4 Abs. 1 oder § 5 EStG ermitteln und ihre Umsätze
nach vereinnahmten Entgelten versteuern, kann die Umsatzsteuer bei
der Bewertung der Kundenforderungen nicht wertmindernd
berücksichtigt werden. Bei nichtbilanzierenden gewerblichen
Unternehmen und freiberuflich Tätigen kann in diesem Fall die
Umsatzsteuer bei der Bewertung der Kundenforderungen wertmindernd
berücksichtigt werden.

(5) Rechte auf Renten, Nutzungen und andere wiederkehrende
Leistungen sind nach den Vorschriften des Ersten Teils des
Bewertungsgesetzes zu bewerten (BFH-Urteile vom 26.8.1955, BStBl III S. 278, und vom 30.3.1962, BStBl III S. 232). Das gilt auch für Kapitalschulden und sonstige Verbindlichkeiten.

(6) Forderungen auf und Verpflichtungen zur Übertragung eines
Gegenstandes (Sachleistungsansprüche und
Sachleistungsverpflichtungen) sind mit dem für den Gegenstand
maßgebenden steuerlichen Wert zu bewerten (BFH-Urteil vom
3.3.1978, BStBl II S. 398). Der Anspruch auf oder die
Verpflichtung zur Übertragung eines Grundstücks ist deshalb mit
140 v.H. des Einheitswerts anzusetzen. Die Grundsätze über die
Behandlung schwebender Geschäfte (Abschnitte 34 und 48) sind zu
beachten.

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