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Vermögensteuerrichtlinien (VStR) » Einführung » A. Vermögensbewertung » II. Einheitsbewertung des Betriebsvermögens » 39. Bewertungsstichtag




(1) Für Betriebe, deren Wirtschaftsjahr mit dem Kalenderjahr
übereinstimmt, sind die Verhältnisse am Abschlußtag, dem
31. Dezember, maßgebend. Für Betriebe mit abweichendem
Wirtschaftsjahr (vgl. § 4a Abs. 1 Nr. 2 EStG) kann auf Antrag der
Schluß des Wirtschaftsjahrs zugrunde gelegt werden, das dem
Feststellungszeitpunkt vorangeht. Für den Antrag ist keine
bestimmte Form vorgeschrieben. Der Antrag auf Umstellung des
Wirtschaftsjahrs nach § 4a Abs. 1 Nr. 2 EStG kann in der Regel
gleichzeitig auch als Antrag nach § 106 Abs. 3 BewG angesehen
werden. Der Abschlußzeitpunkt gilt in den angeführten Fällen
sowohl für den Bestand als auch für die Bewertung. Die
Anordnungen des Abschnitts 30 EStR zur Bestandsaufnahme des
Vorratsvermögens gelten entsprechend. Ausnahmen gelten für
Betriebsgrundstücke, Minderalgewinnungsrechte, Wertpapiere,
GmbH-Anteile und Beteiligungen an Personengesellschaften. Vgl.
hierzu § 106 Abs. 5 BewG.

(2) Stimmt der Abschlußzeitpunkt einer Personengesellschaft mit
dem Abschlußzeitpunkt der Gesellschafter nicht überein, so ist
trotzdem beim einzelnen Gesellschafter die Beteiligung an der
Personengesellschaft mit dem zum Abschlußzeitpunkt festgestellten
Wert anzusetzen. Dabei ist es ohne Bedeutung, welcher der beiden
Abschlußzeitpunkte früher liegt.
Beispiele:
A. Eine AG, die mit dem Kalenderjahr abschließt, ist als Kommanditistin an einer KG beteiligt, die am 30. Juni abschließt, Die Beteiligung ist bei der Feststellung des Einheitswerts der AG zum 1.1.1989 mit dem festgestellten Anteil des Einheitswerts der KG anzusetzen, dessen Feststellung der Abschluß der KG vom 30.6.1988 zugrunde liegt.
B. Bilanzstichtag eines Vollkaufmanns ist der 30. April. Der Kaufmann ist an einer Personengesellschaft beteiligt, deren Abschlußzeitpunkt der 30. September ist. Die in seiner Bilanz ausgewiesene Beteiligung ist bei der Ermittlung des Einheitswerts auf den 1.1.1989 (Abschlußtag 30.4.1988) mit dem Anteil am Einheitswert der Personengesellschaft anzusetzen, dessen Feststellung der Abschluß auf den 30.9.1988 zugrunde liegt.

(3) Für die personelle Zusammensetzung einer
Personengesellschaft mit abweichendem Wirtschaftsjahr sind stets
die Verhältnisse im Feststellungszeitpunkt maßgebend.

(4) Für einen auf den 1. Januar neu gegründeten Betrieb ist das
Betriebsvermögen vom Feststellungszeitpunkt zugrunde zu legen.
Wird ein Betrieb, für den ein abweichendes Wirtschaftsjahr gilt,
auf den Beginn des Wirtschaftsjahrs neu gegründet, so ist das
Betriebsvermögen vom Zeitpunkt des Beginns zugrunde zu legen
(BFH-urteil vom 5.2.1971, BStBl II S. 388).

(5) Nach dem Abschlußzeitpunkt mit dem Beginn des neuen
Wirtschaftsjahrs eintretende Wertänderungen sind auch dann nicht
zum Abschlußzeitpunkt zu berücksichtigen, wenn sie in diesem
Zeitpunkt bereits bekannt sind (BFH-urteil vom 3.3.1978, BStBl II
S. 366).

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