Gesetzestexte online Logo
Auch heute wünschen wir Ihnen wieder Die Gesetzestexte online sind noch im Testbetrieb. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass einzelne Texte fehlerhaft oder nicht auf dem neuesten Stand sein könnten. Wie immer freuen wir uns dennoch über jede
Wenn Ihnen unsere Seiten gefallen - empfehlen Sie uns doch weiter an Ihre Freunde!
Haupt-Übersicht alle Gesetze | Nur Index-dies-Gesetz | In Gesetzestexten suchen
ICA Sites »   Übersicht :: WeltChronik :: SkateGuide :: Jigsaw Puzzles
 Hier sind Sie jetzt:
 ICA
 » gesetze.2me.net
 »» Gesetzestexte
 »» Einzelgesetz
Ihre an uns
Empfiehl uns weiter
ICA-D | Impressum


Werbung

Suchfunktionen ::: nach oben ::: nach ganz oben

Vermögensteuerrichtlinien (VStR) » Einführung » A. Vermögensbewertung » II. Einheitsbewertung des Betriebsvermögens » 31. Betriebsschulden für Tantiemen, Gewinnbeteiligungen usw.




(1) Eine Schuld, deren Höhe von dem Ergebnis des Geschäftsjahrs
des Unternehmens abhängt (z.B. Verbindlichkeiten für Tantiemen,
Gewinnbeteiligungen u.a.), ist aufschiebend bedingt, wenn die
Gewährung des ihr gegenüberstehenden Anspruchs im freien Ermessen
des Unternehmens liegt und der Beschluß über die Gewährung erst
nach dem Stichtag gefaßt wird. Dies gilt auch für Ansprüche
dieser Art, die nicht nur gewinnabhängig sind, sondern zusätzlich
noch davon abhängen, daß der Gewinn ganz oder teilweise oder in
bestimmter Mindesthöhe ausgeschüttet wird, solange ein Schluß über
die Gewinnverteilung noch nicht vorliegt (BFH-Urteile vom
10.5.1968, BStBl II S. 703, vom 26.7.1970, BStBl II S. 735, vom
21.7.1972, BStBl II S. 872, und vom 25.3.1983, BStBl II S. 444).
Die Verpflichtung zur Zahlung eines Weihnachtsgeldes kann bei
Betrieben mit einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr
nur dann als Schuld abgezogen werden, wenn bis zum
Abshlußzeitpunkt bereits ein entsprechender Beschluß vorliegt
(BFH-Urteil vom 16.6.1972, BStBl II S. 821). Dabei kann der
Betrag abgezogen werden, der sich bei zeitanteiliger Aufteilung
des gesamten Weihnachtsgeldes auf die Zeit vor dem
Abschlußzeitpunkt ergibt. Dies gilt entsprechend für eine noch
offene Verpflichtung zur Zahlung von Urlaubsvergütungen
(BFH-Urteil vom 30.4.1986, BStBl II S. 664). Aufschiebend
bedingte Schulden und Lasten können nach § 6 BewG nicht abgezogen
werden. Im einzelnen vgl. Abschnitt 29.

(2) Besteht dagegen ein Rechtsanspruch und ist nur noch seine
Höhe vom Geschäftsergebnis abhängig, so kann beim Unternehmen ein
Schuldposten dafür abgesetzt werden, sobald das maßgebende
Geschäftsjahr abgelaufen ist. Der Abzug ist auch dann zulässig,
wenn die Höhe der Schuld am Stichtag noch nicht endgültig
feststeht, z.B. weil der maßgebende Gewinn oder Umsatz des
Geschäftsjahrs erst noch ermittelt werden muß. Dies gilt z.B.
regelmäßig für den Anspruch des typischen stillen Gesellschafters
auf seinen jährlichen Gewinnanteil (BFH-urteil vom 11.10.1968,
BStBl 1969 II S. 123).

(3) Wegen der Behandlung der Ansprüche auf Gewinnanteile usw.
beim Berechtigten vgl. Abschnitt 57.

«-- rückwärts blättern | Index wählen | vorwärts blättern --»



© 2002 ff by ICA-D, D-76751 Jockgrim, Germany
Verantwortlich im Sinne des Presse- und Multimedia-Rechts: Dipl.-Ing. Rainer Detering, Waidweg 18, 76189 Karlsruhe