Gesetzestexte online Logo
Auch heute wünschen wir Ihnen wieder Die Gesetzestexte online sind noch im Testbetrieb. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass einzelne Texte fehlerhaft oder nicht auf dem neuesten Stand sein könnten. Wie immer freuen wir uns dennoch über jede
Wenn Ihnen unsere Seiten gefallen - empfehlen Sie uns doch weiter an Ihre Freunde!
Haupt-Übersicht alle Gesetze | Nur Index-dies-Gesetz | In Gesetzestexten suchen
ICA Sites »   Übersicht :: WeltChronik :: SkateGuide :: Jigsaw Puzzles
 Hier sind Sie jetzt:
 ICA
 » gesetze.2me.net
 »» Gesetzestexte
 »» Einzelgesetz
Ihre an uns
Empfiehl uns weiter
ICA-D | Impressum


Werbung

Suchfunktionen ::: nach oben ::: nach ganz oben

Vermögensteuerrichtlinien (VStR) » Einführung » A. Vermögensbewertung » II. Einheitsbewertung des Betriebsvermögens » 11. Kapitalgesellschaften » Umfang des Betriebsvermögens




(1) Bei nicht in voller Höhe eingezahltem Grund- oder
Stammkapital gehört der Anspruch auf das Restkapital zum
Betriebsvermögen. Als Kapitalforderung ist er nach § 109 Abs. 4
BewG zu bewerten. Die Forderung ist mit Null DM zu bewerten, wenn
mit der Einforderung nicht zu rechnen ist. Befindet sich eine
GmbH in der Aufbauphase und betreibt sie selbst ein gewerbliches
Unternehmen, so spricht die Vermutung dafür, daß das
satzungsgemäße Stammkapital für den Geschäftsbetrieb benötigt und
deshalb auch eingefordert werden wird. Diese Vermutung

(Anscheinsbeweis) kann die Gesellschaft durch die Darlegung
entkräften, daß nach den Verhältnissen zum Feststellungszeitpunkt
keine Notwendigkeit und keine Absicht bestand, das ausstehende
Stammkapital einzufordern (BFH-Urteil vom 8.2.1980, BStBl II
S. 485). Beschließt eine Kapitalgesellschaft eine Kapitalerhöhung
und wird diese erst nach dem Bewertungsstichtag in das
Handelsregister eingetragen, so sind Einzahlungsansprüche auf das
erhöhte Stamm- bzw. Grundkapital bei der Einheitsbewertung des
Betriebsvermögens auf den Bewertungsstichtag nicht anzusetzen,
wenn es sich nicht um Ansprüche auf Leistung der gesetzlich oder
satzungsgemäß vor der Eintragung oder Durchführung der
Kapitalerhöhung zu leistende Einlagen handelt (BFH-Urteile vom
6.3.1985, BStBl II S. 388, und vom 19.11.1985, BStBl 1986 II
S. 249). Für ohne gesetzliche oder satzungsmäßige Verpflichtung
vorgeleistete Einzahlungen ist bei der Kapitalgesellschaft ein
Ausgleichsposten als Schuldverpflichtung anzusetzen (BFH-Urteil
vom 2.10.1981, BStBl 1982 II S. 13). Ist der Anspruch auf
Einzahlung des Restkapitals im Betriebsvermögen der Gesellschaft
erfaßt, können die Anteilseigner ihre Einzahlungsverpflichtung als
Schuld von ihrem Gesamtvermögen oder Betriebsvermögen absetzen.

(1a) Vorgeleistete Einlagen einschließlich Mindesteinlagen sind
beim Anteilseigner als besonderes Wirtschaftsgut "Einlage auf eine
noch nicht durchgeführte Kapitalerhöhung" anzusetzen.

(2) Zum Betriebsvermögen gehört auch von den Gesellschaftern
der Kapitalgesellschaft zur Verfügung gestelltes Fremdkapital, das
bei der Körperschaftsteuer als verdecktes Nennkapital behandelt
wird. Vgl. BFH-Urteil vom 22.2.1974 (BStBl II S. 330) und
BMF-Schreiben vom 16.3.1987 (BStBl I S. 373). Entsprechendes gilt
für Genußrechtskapital, wenn mit dem Genußrecht das Recht auf
Beteiligung am Gewinn und Liquidationserlös verbunden ist.

(3) Besitzt eine Kapitalgesellschaft eigene Aktien oder eigene
Geschäftsanteile, die sie erworben hat, nachdem sie bereits im
Verkehr gewesen waren, so gehören sie zum Betriebsvermögen
(BFH-Urteil vom 22.4.1960, BStBl III S. 364). Dies gilt auch
dann, wenn ein Gesellschafter diese Anteile der Gesellschaft
unentgeltlich überlassen hat oder wenn es sich nicht um
gewöhnliche Stammaktien, sondern um Vorratsaktien handelt
(RFH-Urteil vom 9.1.1931, RStBl S. 274). Entsprechend sind eigene
Kuxe einer bergrechtlichen Gewerkschaft zu behandeln. Dagegen
sind Eigentanteile, die eingezogen werden sollen oder nach den
Verhältnissen vom Stichtag unveräußerlich sind (BFH-Urteil vom
5.6.1970, BStBl II S. 658), nicht bewertbar. Die Frage, ob
Eigenanteile zur Einziehung bestimmt sind, ist bei der
Einheitswertfeststellung zu entscheiden; dabei kann die Behandlung
in der Steuerbilanz einen Anhalt geben (BFH-Urteil vom 30.10.1964,
BStBl 1965 III S. 40).

«-- rückwärts blättern | Index wählen | vorwärts blättern --»



© 2002 ff by ICA-D, D-76751 Jockgrim, Germany
Verantwortlich im Sinne des Presse- und Multimedia-Rechts: Dipl.-Ing. Rainer Detering, Waidweg 18, 76189 Karlsruhe