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Vermögensteuerrichtlinien (VStR) » Einführung » A. Vermögensbewertung » II. Einheitsbewertung des Betriebsvermögens » 8. Freie Berufe




(1) Die Ausübung eines freien Berufs ist kein Gewerbebetrieb;
sie ist aber durch die Vorschrift des § 96 BewG für die
Einheitsbewertung abweichend von der Behandlung bei der
Gewerbesteuer dem Betrieb eines Gewerbes gleichgestellt. Diese
Gleichstellung gilt jedoch nicht für die rein künstlerische und
die rein wissenschaftliche Tätigkeit. Als solche ist z.B.
anzusehen die Tätigkeit von Komponisten, Kunstmalern, Dichtern,
Schriftstellern, Wissenschaftlern, Architekten und ähnlichen
Berufen, wenn es sich ausschließlich um eine freischaffende
Tätigkeit von künstlerischem oder wissenschaftlichem Wert handelt.
Die Verwertung der selbstgeschaffenen Kunstwerke allein (z.B. der
Maler verkauft seine Bilder, der Komponist läßt seine Werke
aufführen) schließt die Beschränkung auf die rein künstlerische
oder schöpferische Tätigkeit nicht aus. Die über einen geringen
Umfang hinausgehende entgeltliche Gutachtertätigkeit als
Sachverständiger ist dagegen nicht mehr als reine Kunst oder
Wissenschaft anzusehen.

(2) Zu dem einer freien Berufstätigkeit dienenden
Betriebsvermögen gehören auch Bargeld und Bankguthaben, die aus
der freien Berufstätigkeit herrühren, soweit nicht über die
Beträge nachweisbar vor dem Bewertungsstichtag für private
Ausgaben verfügt worden ist (BFH-Urteil vom 11.6.1971, BStBl II
S. 682), und Honoraransprüche, die am Bewertungsstichtag
entstanden sind, und zwar unabhängig von der Art der
Gewinnermittlung. Der Honoraranspruch ist in dem Zeitpunkt
entstanden, in dem der freiberuflich Tätige die von ihm zu
erbringende Leistung vollendet hat. Honoraransprüche für
Teilleistungen sind insoweit entstanden, als auf ihre Vergütung
nah einer Gebührenordnung oder auf Grund von Sonderabmachungen
zwischen den Beteiligten ein Anspruch besteht (BFH-Urteil vom
13.3.1964, BStBl III S. 297). Zum Betriebsvermögen eines
freiberuflich tätigen Arztes gehören auch solche Forderungen aus
einer kassenärztlichen Vereinigung, die aus der Behandlung von
Kassenpatienten des IV. Jahresquartals herrühren, gleichgültig, ob
die jeweilige Einzelbehandlung am 31. Dezember abgeschlossen war
oder nicht (BFH-Urteil vom 14.5.1965, BStBl III S. 438).

(3) Das Vermögen, das der selbständigen Ausübung einer rein
künstlerischen oder rein wissenschaftlichen Tätigkeit dient, ist
nicht zum Betriebsvermögen, sondern zum sonstigen Vermögen (vgl.
auch § 110 Abs. 1 Nr. 5 und 12, § 111 Nr. 10 BewG) zu rechnen.
Ein Einheitswert ist nicht festzustellen.

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